Das Schulschach in Nordrhein-Westfalen boomt weiter und das Landesfinale 2026 lieferte dafür den eindrucksvollsten Beleg. 289 Mannschaften mit insgesamt 1.540 Schülerinnen und Schülern kämpften um Titel, Pokale und Qualifikationen. Damit wurde die ohnehin schon starke Bestmarke des Vorjahres mit knapp 1.400 Teilnehmenden noch einmal deutlich übertroffen.

Ein Turnier dieser Größenordnung verlangt weit mehr als gute Eröffnungen und sichere Endspiele. Fast 300 Mannschaften müssen koordiniert, Ergebnisse zeitnah erfasst, Spielmaterial bereitgestellt und Zeitpläne eingehalten werden. Dass so ein riesiger Wettbewerb reibungslos durchgeführt werden konnte, ist vor allem dem Einsatz der Organisatoren, Schiedsrichter und vielen ehrenamtlichen Helfer zu verdanken.
Ein besonderer Dank gilt zudem dem Schachversand Niggemann, der uns mit dem benötigten Spielmaterial unterstützte.

Doch das Landesfinale entsteht nicht erst am Turniertag. Ihm voraus gehen zahlreiche Stadt- und Kreismeisterschaften in ganz Nordrhein-Westfalen, über die sich die Schulen qualifizieren mussten. Dadurch treffen beim Finale nicht nur bekannte Spitzenteams aufeinander, sondern Schulen aus allen Regionen des Landes.

Sportlich bot das Turnier in allen Wettkampfklassen enge Entscheidungen und starke Leistungen.

In der Wettkampfklasse II setzte sich der Dauerfavorit Pelizaeus-Gymnasium Paderborn mit 13 Punkten durch. Dahinter folgten das Städtische Albert-Schweitzer-Gymnasium mit 12 Punkten sowie das Otto-Hahn-Gymnasium Monheim mit 11 Punkten. Das große Teilnehmerfeld von 46 Mannschaften zeigt, wie attraktiv diese Altersklasse inzwischen geworden ist.

Die WK III gewann das Immanuel-Kant-Gymnasium Dortmund mit 13 Punkten. Auf den Plätzen landeten das Max-Planck-Gymnasium Bielefeld sowie das Euregio-Gymnasium Bocholt mit jeweils 11 Punkten. Mit 50 Mannschaften war auch diese Gruppe außergewöhnlich stark besetzt.

Auch in der WK IV sicherte sich das Pelizaeus-Gymnasium Paderborn den Titel. Mit 13 Punkten verwies das Team das Otto-Hahn-Gymnasium Monheim (12) und das Goethe-Gymnasium Essen (11) auf die Plätze. Diese Klasse stellte mit 61 Mannschaften das größte Feld aller Wettkampfklassen.

Zahlenmäßig ähnlich beeindruckend präsentierten sich auch die Grundschulen. In der WK Grundschulen siegte die GGS am Klostermarkt aus Mülheim mit 21 Brettpunkten vor der Eichendorffschule Moers (19) und der Carl-Sonnenschein-Schule Düsseldorf (19). Insgesamt gingen hier 60 Mannschaften an den Start.

Besonders erfreulich bleibt die Entwicklung der offenen Mädchenwettbewerbe. In der WK Mädchen ließ der Titelverteidiger aus Solingen mit der perfekten Ausbeute von 14 Punkten dem Verfolgerfeld keine Chance und konnte sich abermals vor dem amtierenden Deutschen Meister Norbert-Gymnasium Knechtsteden (12) und dem Humboldt-Gymnasium aus Düsseldorf (10) den Titel sichern. Die steigenden Teilnehmerzahlen zeigen, dass immer mehr Schulen gezielt Mädchenteams melden und fördern.

Auch bei den Grundschulmädchen wurde auf hohem Niveau gespielt. Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Düsseldorf gewann mit 25 Brettunkten knapp vor der Eichendorffschule Moers mit 24 Punkten. Dritter wurde die Bodelschwinghschule Essen, die gleich mit vier Mannschaften antrat, mit 18 Punkten. Mit 33 Teams war auch diese Klasse hervorragend besetzt.

Die Ergebnisse sind alle auf Chess-Results veröffentlicht:

WK2

WK3

WK4

WKM

WKG

WKGM

 

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