Jedes Jahr im Mai finden die Deutschen Schulschachmeisterschaften statt. Jugendliche, die im übrigen Jahr sonntags in unterschiedlichen Vereinen an die Bretter gehen, stellen sich dann gemeinsam in den Dienst ihrer Schulmannschaft.So bildet etwa die Wettkampfklasse II, in der U18-Jugendliche einer Schule in Vierermannschaften antreten, ein attraktives Turnier. Regelmäßig nehmen im Feld der 18 Mannschaften auch Deutsche Jugendmeister teil. 

Für diese Wettkampfklasse II sucht die Deutsche Schachjugend noch einen Ausrichter. Die Meisterschaft soll vom 18. bis 21. Mai 2017 ausgespielt werden.

Die ausrichtende Schule erhält neben der breiten Öffentlichkeit durch das attraktive Turnier auch einen Freiplatz.

Interessenten melden sich bitte bis zum 25. September per Mail an dsm@deutsche-schachjugend. de oder telefonisch bei der Geschäftsstelle der Deutschen Schachjugend unter 030/300 078 13. Weitere Informationen zur Organisation finden sich in den Ausrichterlinien, Fragen werden gerne unter den o.g. Adressen beantwortet.

Am 18. Juni ist es wieder so weit. Der Schulschach-Cup geht in eine weitere Runde. Dieses Mal spielen wir in der Harbecke Sporthalle in Mülheim.

Für alle Stammgäste: Es ist dieses Jahr nicht in der RWE-Sporthalle.

Schwerter Schachspieler

Mitspielen können alle Grundschüler und Schüler weiterführender Schulen als 8er-Teams. Das Turnier ist offen für alle. Genauere Informationen entnehmt ihr bitte der Ausschreibung.
Anmelden könnt ihr euch online unter http://www.sjnrw.de/ssc16
Hier findet ihr die Ergebnisse des vergangenen Jahres: http://sjnrw.de/news/archiv/83-news/schulschach/572-bericht-vom-schulschach-cup-2015.html

Wir freuen uns möglichst viele von euch zu sehen.

 

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Die größte Deutsche Schulschachmeisterschaft fand in diesem Jahr in Friedrichroda (THÜ) statt. 70 Grundschulteams aus dem gesamten Bundesgebiet fanden sich dort zusammen, um die Besten zu finden. Ganze 378 Erst- bis Viertklässler kämpften dabei um den begehrten Pokal.

Unsere vier Vertreter aus NRW konnten sich bei diesem großen Turnier gut gegen ihre Konkurrenten behaupten und landeten durchweg in der oberen Tabellenhälfte.

Mit Glücksteinen zum Sieg

Besonders erwähnenswert ist hierbei der Erfolg von (v.l.) Asger Danielsen, Shayan Nourzad,Trainer Zoltán Nagy, Haode Yin, Anton Schäfer und Robert Prieb die in Thüringen erneut an ihre Leistungen unserer Landesmeisterschaft anknüpfen konnten und sich so die Krone sicherten. Ein besonderer taktischer Coup gelang dabei wohl dem Trainer Zoltán Nagy, der nach einer Niederlage schnell einige beruhigende Glückssteine aus dem Ärmel zauberte und sein Team so zurück auf die Siegesstraße brachte. (Mehr siehe Bericht der NW)

Lutherschule Paderborn
Lutherschule aus Paderborn - Bildquelle: SG Blau-Weiß Stadtilm e.V.

 

Am Ende stand die Lutherschule Paderborn vor der Grundschule Naunhof aus Sachsen und der Staatlichen Grundschule „Otto Dix“ aus Gera (Thüringen) auf dem Treppchen. Herzlichen Glückwunsch!

Ausführliche Ergebnisse und Fotos finden sich auf der Turnierseite, ein Zeitungsbericht über die Lutherschule bei der Neuen Westfälischen

Neben den Mannschaftssiegern verdienen auch einige Einzelleistungen eine besondere Erwähnung. Die 664 Spieler haben über 2500 Partien gespielt und jede Runde fast 9000 Figuren bewegt. Einige hatten dabei mehr Erfolg, andere weniger.

Narrenmatt

Selbst die kürzest mögliche Partie wurde gespielt, wie der nebenstehende Schnappschuss beweist. Aber immer ging es fair und friedlich zu, da waren sich alle Schiedsrichter im Nachhinein einig. Besonders beeindruckt zeigte sich Andreas Junk, der als Schiedsrichter in der WK IV tätig war, von der sportlichen Haltung des jungen Bielefelders Linus Gernhuber, der auf eine spielentscheidende Regelauslegung  zu seinen Gunsten verzichtete.

Es wurden in allen WKen Brettpreise vergeben, jeweils der beste Spieler an jedem Brett erhielt einen Sonderpokal. Bei den Mädchen gingen alle vier Auszeichnungen an die Spielerinnen vom Humboldt-Gymnasium. Dabei fällt auf, das die Düsseldorferinnen zusammen nur einen halben Brettpunkt abgaben.

Weiterlesen: Nachtrag: Die Einzelsieger des Landesfinales

143 Schulmannschaften mit 664 Schülern zwischen 7 und 17 Jahren und gut 200 erwachsenen Begleitern machten sich am Freitag auf den Weg nach Kamen. In der dortigen Stadthalle wurden die NRW-Schulmeister in 5 Wettkampfklassen (WK II-IV,Grundschulen und Mädchen) ermittelt. Angemeldet waren sogar 156 Teams, aber aufgrund der aktuellen Grippewelle mussten 13 Mannschaften kurzfristig absagen.

Panorama Stadthalle

Dennoch bot sich den Anwesenden ein atemberaubendes Panorama, so viele Schachspieler an einem Ort haben die meisten zu ihren Lebzeiten noch nicht gesehen. Einige ältere Schulschachaktivisten fühlten sich an den Mephisto-Schulschachcup in der Kölner Messehalle erinnert. Unter großem Sponsoreneinsatz, bundesweiter Werbung und dem medienwirksamen Auftritt u.a. von Garry Kasparow wurden 1998 und 99 jeweils über 1000 Schüler an die Bretter bewegt.

Eichhörnchen

Das diesjährige Megaevent hatte weit weniger Rückenwind und entstand eigentlich aus der Not heraus. Auslöser war Ende Mai 2015 ein weithin kaum beachteter Entschluss im Düsseldorfer Sportministerium. Alle Sportarten, die nicht im „Jugend trainiert für Olympia“-Bundesfinale in Berlin vertreten waren, wurden vom Schulsport-Wettkampfbereich A nach C verlegt. Diese unscheinbare Entscheidung bedeutete die Streichung aller finanziellen Zuschüsse für überregionale Wettkämpfe auf Regierungsbezirks- und Landesebene in der Größenordnung von jährlich etwa 9000 Euro. Viel verheerender als die Streichung dieser Zuschüsse für Fahrt- und Turnierkosten war allerdings das damit verbundene Signal an die Schulsportausschüsse in den Städten und Kreisen: Wenn es keine überregionalen Wettkämpfe mehr gibt, braucht es ja auch keine Kreismeisterschaften mehr. Schon nahmen einige Kreise Schach aus dem Wettkampfprogramm. Damit drohte das Aus für eine der bis dahin Top-10 Schulsportarten in NRW. Im Schuljahr 2014/15 nahmen dabei noch 659 Schulmannschaften an den Stadt- und Kreismeisterschaften im Schach teil mit seit Jahren steigender Tendenz. Es musste ein klares Zeichen gesetzt werden um die Katastrophe zu verhindern.

Sollten eines Tages mal alle 53 Städte und Kreise ihre Meister ermitteln, könnte man über 250 Teams zum Finale begrüßen mit weit über 1000 Spielern.

Dieses Zeichen setzte die Schachjugend NRW. Sie kratzte aus Eigenmitteln 4000 Euro zusammen und beschloss unter eigener Regie ein Landesfinale für alle fünf Wettkampfklassen auszurichten.

Blick von der Bühne

Dabei galt es zunächst einen geeigneten Spielort zu finden, der genügend Spielern Platz bietet, auch noch verkehrsgünstig liegt und bezahlbar ist. Dieser fand sich in der Stadthalle Kamen mit einem Regionalbahnhof in fünf Minuten Entfernung und Autobahnanschluß Kamener Kreuz in alle Himmelsrichtungen. Als viel schwieriger erwies sich die Kontakte in alle Kreisschulsportämter zu knüpfen um diese zu ermutigen weiter Schachwettkämpfe auszuschreiben und die Sieger weiterzumelden. Die Situation vom Schulschach in NRW offenbarte sich dabei als sehr uneinheitlich. Einigen Hochburgen stehen weiße Flecken gegenüber, in die noch keine Schachfigur vorgedrungen zu sein scheint. Zudem werden nicht überall alle Wettkampfklassen ausgespielt. Für die Grundschulen mussten also noch zusätzliche regionale Vorturniere in den Verbänden stattfinden. Alleine daran beteiligten sich über 130 Grundschulteams, von denen schließlich 25 das Ticket nach Kamen lösen durften. Nur die WK Mädchen wurde ohne Qualifikation offen gehalten. In den übrigen Wken mussten sich die Mannschaften über Kreismeisterschaften qualifizieren. Schließlich kamen Mannschaften aus 41 Kreisen und Städten zum Landesfinale zusammen. Sollten eines Tages mal alle 53 Städte und Kreise ihre Meister ermitteln, könnte man über 250 Teams zum Finale begrüßen mit weit über 1000 Spielern. Dieser Wettbewerb hat also genug Potential einmal wieder die Kölner Messehalle zu füllen, vor allem wenn man bedenkt, dass er nur die Spitze eines Eisbergs abbildet.

Die logistische Herausforderung ein Turnier mit über 600 Spielern über die Bühne zu bringen, meisterte die SJNRW mit ihren ehrenamtlichen Helfern vorbildlich. Einen nicht unbedeutenden Anteil trägt jedoch auch die Firma Niggemann, die das komplette Spielmaterial mit elektronischen Uhren kostenlos zur Verfügung stellte.

Lutherschule Paderborn

Natürlich gab es am Ende des Tages auch sportliche Gewinner:
WK II: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Bünde
WK III: Gymnasium Theodorianum Paderborn
WK IV: Leibniz-Gymnasium Dortmund
WK GS: Lutherschule Paderborn
WK M: Humboldt-Gymnasium Düsseldorf

Die Sieger werden NRW bei den Deutschen Schulmeisterschaften Ende April vertreten.

(Beauftragter für Schulschach, Christian Goldschmidt)

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Impressionen vom Landesfinale

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